Teshaar

(Haemons Stern)

Spektralklasse: G ("solähnliche Sonne")

Simban-Sektor
3 Planeten
Entfernung zu Sol: 80.369 Lichtjahre
Entfernung zu Simban: 430 Lichtjahre

Hauptwelt: Lingora

innerhalb der Ökosphäre (zu heiß) in der Ökosphäre (Leben möglich) außerhalb der Ökosphäre (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken entsprechen Atmosphärenzusammensetzung.

1. Lingora
Mittlerer Abstand zur Sonne:
155 Mio. km
Äquator- durchmesser:
14.100 km
  Rotations- zeit:
25,28 h
Achsen- neigung:
29° 15'
  Schwer- kraft:
1,07 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff
Oberfläche: Normalwelt mit fünf Kontinenten (Alxan, Kaybor, Liusika, Mostion, Vandago); stark ausgeprägter Klimawechsel durch die Achsenneigung, dadurch Temperaturunterschiede an den Polen von bis zu 100 °C; Fauna weist keinerlei Säugetiere auf
Bewohner: Linguiden (Nachkommen von Arkoniden- und Tefroder-Havaristen – 1172 NGZ (4759): 1 Mrd. Einwohner)
Hauptstadt: Sharinam (1172 NGZ (4759): 1,5 Mio. Einwohner)
Regierung & Politik: Mitte 12. Jahrhundert NGZ bzw. 1169 NGZ (4756) Zentralwelt eines Sternenreiches mit 14 Sonnensystemen; angeführt von den Friedensstiftern
Geschichte: Um 6050 v.Chr. versuchten die Arkoniden unter Haemon da Tereomin, aus den drei Planeten dieses Sonnensystems eine künstliche Formation nach dem Abbild des Tiga Ranton zu erschaffen. Zugleich kam es zu einem Raumgefecht zwischen angreifenden Tefrodern unter Kalago, die auf der Suche nach der Unsterblichkeit waren, und den arkonidischen Verteidigern. Dabei wurde auch der namenlose 6. Mond von Lingora, auf dem sich die technischen Anlagen zur geplanten Versetzung der zwei Nachbarwelten auf eine Umlaufbahn befanden, durch eine außer Kontrolle geratene Überladung zerstört. Aufgrund der abstürzenden Mondtrümmer kippte Lingoras Planetenachse, verbunden mit katastrophalen Verwüstungen auf der Oberfläche. Aus den wenigen mit Raumschiffen notgelandeten Vertretern beider Kampfparteien – die arkonidische RIUNAN und die tefrodische SAMUR – bildete sich dort später ein vereintes, zunächst nur planetengebundenes Volk, welches seine Herkunft vergaß und erst um 970 NGZ (4557) die Raumfahrt neu für sich entdeckte.
  Die Linguiden traten im 12. Jahrhundert NGZ noch während der Monos-Ära erstmals direkt in die galaktische Öffentlichkeit. Talentierte Vertreter besaßen die Fähigkeit, andere Wesen allein durch die Kraft ihrer Worte zu überzeugen. Da auf diese Weise schon viele Kriege und Konflikte mit ihrer Hilfe beigelegt wurden, erhielten die Begabtesten von ihnen den Beinamen "Friedensstifter". Jeder Linguide war sein Leben lang eng verbunden mit einem eigens angepflanzten Kima-Strauch, dessen Erscheinungsbild stets das Wohlbefinden seines Besitzers widerspiegelte. Das Kima selbst, vage zu übersetzen mit "Seele" oder "Geist", ermöglichte erst ihr besonderes Talent – verursacht durch die freigesetzten Hyperenergien des fehlgeschlagenen arkonidischen Experiments vor über zehntausend Jahren. Allerdings waren die Linguiden auch anfällig gegen Hyperraum- bzw. Transmittersprünge, die mit dem Verlust des Kimas einhergingen. Ab 1168 NGZ (4755) kamen linguidische Archäologen bei Ausgrabungen ganz allmählich den Hinterlassenschaften ihrer arkonidischen und tefrodischen Vorfahren auf die Spur. Mitte September 1169 NGZ (4756) überließen die Tentra-Blues den Friedensstiftern als Gegenleistung für ihre Dienste das Jergelen-System. Am 15. August 1170 NGZ (4757) kam das Cueleman-System als Nummer 16 zum kleinen Sternenreich dazu.
  Nach einem mehrtägigen Intermezzo von Wanderer nahe Lingora im Dezember 1171 NGZ (4758) machte die Superintelligenz ES – zu diesem Zeitpunkt extrem verwirrt – die Linguiden zu ihrem neuen Hilfsvolk. Dazu erhielten 14 Angehörige der Friedensstifter die zwei Jahre zuvor von den Galaktikern (u.a. Perry Rhodan und Atlan) zurückgeforderten Zellaktivatoren. Anfang Januar 1172 NGZ (4759) landeten Icho Tolot und Reginald Bull auf dem Planeten, um die Vergangenheit seiner Bewohner zu erforschen, bis der Haluter in einer Ausgrabungsstätte einen ausgebrannten Aktivator mit negativer Strangeness (vermutlich von der SAMUR) entdeckte und ihn mitnahm. Sein Weg führte ihn Ende des Monats mit der HALUTA zum Mond Sagno Ciff. Anfang Februar 1173 NGZ (4760) ließ der Friedensstifter Kelamar Tesson ein Transmittersystem im Sternenreich mit Lingora als Zentrum installieren, da Linguiden mit Aktivatoren dieses Transportmittel nun offenbar ohne Gefahr benutzen konnten. Die im Testbetrieb scheinbar aus dem Nichts auftauchenden Hyperraum-Scouts – Bionten, welche für die Nakken im 5-D-Bereich als Kundschafter nach Spuren von ES suchten – sorgten dabei für Zwischenfälle. Inzwischen übernahm am 15. Februar ein Triumvirat aus Aramus Shaenor, Balasar Imkord und Dorina Vaccer (allesamt nun relativ unsterblich) die Führung im Reich und strukturierte die linguidische Gesellschaft komplett um.
  Da das Galaktikum in der Folgezeit in eine ernsthafte politische Krise abglitt, wollten die Linguiden nach ihren strengen Regeln für den nötigen Frieden in der Milchstraße sorgen. Als militärische Ordnungsmacht verpflichteten sie am 15. Juni die Überschweren unter der brutalen Pariczanerin Paylaczer. Archäologische Forschungen, die das Kima betrafen, wurden von den Friedensstiftern fortan untersagt. Besonders Shaenor und Imkord betrieben plötzlich eine gewalttätige Politik der Manipulation in der Galaxis, da die 5-D-Ausstrahlung der Aktivatoren ihr Kima beeinflusste und schädigte. Anfang August traten mehrere Mitgliedsvölker des Galaktikums für kurze Zeit aus besagtem Bündnis aus, um sich der Linguidischen Union anzuschließen, von der sie sich mehr Unterstützung erhofften. Im Oktober reisten Roi Danton und Gucky mit der MONTEGO BAY nach Lingora, nachdem die Friedensstifterin Hagea Scoffy und zwei ihrer Kolleginnen – jede ohne Aktivatoren ausgestattet und somit klar bei Verstand – angekündigt hatten, auf der Hauptwelt Beweise für Shaenors Fehlentscheidungen und Missetaten zu präsentieren. Vaccer hatte inzwischen freiwillig dem eiförmigen Geschenk von ES entsagt, da sie ebenfalls mit Unverträglichen zu kämpfen hatte. Sie besuchte eine vor kurzem entdeckte und nun von Überschweren gesicherte Höhle mit uralten Wandmalereien und erkannte dort in den Bildern die Wahrheit über das Kima und dessen negativer Wechselwirkung mit Elementen, welche die 5. Dimension betrafen. Scoffys Gruppe wurde nach Veröffentlichung der Beweise über die Medien verhaftet und unter schwerer Bewachung nach Teffon gebracht. Die MONTEGO BAY machte sich dorthin auf den Weg.
  Nach einem dringenden Aufruf Vaccers sorgten die Galaktiker unter Rhodan im November dafür, dass die auserwählten Friedensstifter, die zunehmend dem Wahnsinn verfielen, ihre schädigenden Zellaktivatoren wieder ablegten und somit ihre normalen Fähigkeiten zurückerlangten – sofern sie nicht vorher den Tod fanden. Shaenor und Imkord flüchteten sich auf den Mond Sagno Ciff, wohin Paylaczer ihnen folgte. Die Einheiten der Überschweren, welche die ihnen verliehene Machtposition nicht aufgeben wollten und nun mit der Zerstörung Lingoras durch Bomben drohten, mussten Anfang Dezember von der Flotte des Galaktikums mit Waffengewalt aus dem Teshaar-System vertrieben werden. Die lebensverlängernden Geräte wurden danach eingesammelt, um sie später ES zu übergeben. Anfang 1174 NGZ (4761) hatte sich die Situation vor Ort soweit beruhigt, dass die Linguiden beschlossen hatten, sich komplett in ihr kleines Sternenreich zurückzuziehen.
  1279 NGZ (4866) stand das Galaktikum erneut vor einer Zerreißprobe, sodass die Friedensstifter eine Mission initiierten, um mit einer umherziehenden und unbewaffneten Flotte die politischen Zustände in der Milchstraße anzuprangern. Dieses Unternehmen war jedoch diesmal zum Scheitern verurteilt. Ende Juli 1289 NGZ (4876) geriet Lingora in den Bann eines Goedda-Philosophen. Das unter seinen Bewohnern ausgelöste Kritzelsyndrom diente später zum Aufbau und zur Stabilisierung eines Brutkosmos der Großen Mutter Goedda, die sich von den Mentalenergien der ortsansässigen Lebewesen ernährte. Nach der Entstehung einer zunächst Kleinen Mutter wurde diese nebst Hyperraumblase von den Galaktikern Ende August vom Planeten fort nach Dengejaa Uveso gelockt.
  Im Dezember 1301 NGZ (4888) machten die Friedensstifter Julian Tifflor bei einem Kurzbesuch klar, dass sie sich künftig komplett aus der galaktischen Politik zurückziehen wollten. Damit kamen sie auch nicht als Vermittler im zunehmenden Konflikt mit dem arkonidischen Gos'Tussan (Kristallimperium) in Frage.
[PR 1500, 1504, 1518, 1549 - 1551, 1564, 1568, 1580, 1586 - 1588, 1590, 1597, 1809, 1868, 1870, 2024]
Monde: 5 (früher 6)
1. Selisa, 2. Afrina, 3. Surina, 4. Trauta, 5. Sagno Ciff
Der namenlose 6. Mond mit einer Technikstation inklusive Sonnenzapfanlagen wurde ca. 6050 v.Chr. bei einem fehlgeschlagenen Experiment der Arkoniden durch rückgestaute Hyperenergien vernichtet!
[PR 1551]
5. Sagno Ciff
Abstand zum Planeten:
400.000 km
Äquator- durchmesser:
ca. 3.950 km
  Schwer- kraft:
0,16 g

Atmosphäre: keine
Oberfläche: Kraterlandschaft
Bewohner: Linguiden (in der Kuppelstadt Sagno Ciff)
techn. Anlagen: altes Abwehrfort der Arkoniden
Geschichte: Um 973 NGZ (4560) betrat der raumfahrende Linguide Sagno Ciff als erster seines Volkes den größten Mond Lingoras, woraufhin dieser nach ihm benannt wurde. Ende Januar 1172 NGZ (4759) besuchte Icho Tolot mit der HALUTA den Himmelskörper, um über eine vorgespielte Drangwäsche die Aufmerksamkeit des z.Z. abwesenden Friedensstifter Arasmus Shaenor wecken zu können, der dort in der Kuppelstadt seinen Kima-Strauch besaß. Nachdem auch die ODIN mit Perry Rhodan eingetroffen war, konnte der Haluter den Galaktikern beweisen, dass der zurückgekehrte Shaenor wie alle Friedensstifter nun einen Zellaktivator der Superintelligenz ES trug. Im Dezember 1173 NGZ (4760) raubte die Pariczanerin Paylaczer mehreren auf Sagno Ciff anwesenden und wahnsinnig gewordenen Friedensstiftern (darunter Shaenor sowie Balasar Imkord) die Aktivatoren, bevor Tolot sie im Duell besiegen und töten konnte. Die lebensverlängernden Geräte wurden danach von den Galaktikern unter Rhodan eingesammelt, um sie später ES zu übergeben.
sonstiges: Geburtsort von Arasmus Shaenor (*1143 NGZ (4730) - †?)
[PR 1551, 1552, 1590]
2. Ellendo
Mittlerer Abstand zur Sonne:
390 Mio. km
Äquator- durchmesser:
16.000 km
 

Atmosphäre: nicht ermittelt, jedoch giftig (Anteile von Sauerstoff)
Oberfläche: von Nebel eingehüllt
Bewohner: nicht ermittelt
3. Gaunlet
Mittlerer Abstand zur Sonne:
420 Mio. km
Äquator- durchmesser:
8.400 km
 

Atmosphäre: keine
Oberfläche: Eiswelt

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