Sogmanton-Barriere

diffuser "Nebel"

Durchmesser: 280 x 360 Lichtjahre
Entfernung des Barrierenzentrums zu Sol: 29.546 Lichtjahre
Entfernung des Barrierenzentrums zu Arkon: 27.225 Lichtjahre

Die Sogmanton-Barriere war ein breites, verdreht-schlauchförmiges und turbulentes Gebiet mit Hyperstürmen, in dem Jahrtausende lang unzählige Raumschiffe verunglückten oder verschwanden. In dieser von bräunlichroten Schlieren und Staubballungen durchzogenen Raumzone kam es immer wieder zu hyperenergetischen Einbrüchen und Aufrissen. Strukturerschütterungen, Verzerrungen, Energieorkane, Wirbel und wechselnde Sogrichtungen waren allgegenwärtig. Die Kraftlinienfelder verursachten Transitionseffekte, die materielle Objekte um Lichtstunden und mehr versetzen oder für immer in den Hyperraum abstrahlen konnten. Der fünf Lichtjahre durchmessende Kern war eine Ansammlung kosmischer Materie, in der sich fremdartige Energieströme konzentrierten.
  Nach überlieferten Quellen befand sich in diesem Raumsektor ursprünglich ein Sonnensystem mit dem mythischen Planeten Arbaraith, der Urheimat der Arkoniden. Um 28.000 v.Chr. siedelten sich nach dem Krieg mit den Halutern Drorah-Kolonisten auch auf Arbaraith an, bevor ca. 18.500 v.Chr. von dort wiederum eine Ausbreitung im Kugelsternhaufen Urdnir bzw. Thantur-Lok (M 13) erfolgte. 18.376 bis 18.356 v.Chr. kam es zum Großen Befreiungskrieg gegen die Mutterwelt Drorah. Der Planet mit den vielen Kristalltürmen aus Howalgonium wurde bei Kämpfen, an denen auch der Magnortöter Klinsanthor auf Seiten der Arkoniden beteiligt war, schwer verwüstet und unbewohnbar, sodass die überlebenden Kolonisten endgültig in ihre neue Heimat umsiedeln mussten. Zur Zeit der Archaischen Perioden (ca. 16.884 bis 15.986 v.Chr.) wurde der gesamte Raumsektor durch die Wechselwirkung zwischen heftig tobenden Hyperstümen und den Arbaraith-Kristallen in den Hyperraum entrückt. Als "Ausgleich" entstand an dieser Stelle die unberechenbare Sogmanton-Barriere – einige Jahrhunderte später entdeckt vom Arkoniden Sogmanton Agh'Khaal.
  Im 9. Jahrtausend v.Chr. war die Raumzone der Ausgangspunkt von Kaperfahrten einer Piratengruppe unter Hanwigurt Sheeron, die immer wieder mit ovalförmigen Spezialschiffen, so genannte Staubeier, verunglückte Raumer verschiedener Völker plünderte und die Beute später auf Freihandelswelten verkaufte. Zentralfestung war der in der Barriere verborgene und geschützte Asteroid mit der Bezeichnung Richmonds Teaultokan ("Richmonds Schloss" – Durchmesser: ca. 1.000 km), der rund 10.000 Piraten in ihren "Nestern" Unterschlupf bot.
  8023 v.Chr. strandete Atlan da Gonozal mit dem Kleinraumschiff FARNATHIA nebst Besatzung versehentlich in der Sogmanton-Barriere. Die Plünderer brachten zunächst den Kristallprinzen in ihre Gewalt und mit einem Staubei zu ihrer Basis, wo einige Interessengruppen – geleitet von Trockman Quit und Schrika – an einem Sturz ihres Anführers Sheeron arbeiteten. Atlan geriet dort zwischen die Fronten, bevor er einen perfiden Attentatsversuch auf den telepathisch begabten Piratenchef vereiteln konnte und diesen daraufhin zum Freund gewann. Als Gonozal-Verehrer ordnete er die Suche und Rettung der weiterhin im All treibenden FARNATHIA an, während er seine Untergebenen als künftige Helfer im Kampf gegen Imperator Orbanaschol III. einschwor. Der Kristallprinz und Sheeron entdeckten mit ihren Staubeiern schließlich das Schiff, welches unterdessen von den verfeindeten Maahks aufgebracht worden war. Deren im Nebel havarierte Raumstation musste durch Beschuss zerstört werden, nachdem nur wenige Besatzungsmitglieder der FARNATHIA gerettet und zu Richmonds Teaultokan gebracht werden konnten – darunter Atlans Freundin Farnathia da Declanter. Diese hatte sich bereits auf Ganberaan Dank dem Kralasenen-Chef Sofgart mit einem Bio-Parasiten infiziert und entwickelte sich nun körperlich zu einem mordenden Ungeheuer, welches seinen Opfern das Blut aussaugte. Der Versuch, ihren Geist in einen Androiden zu transferieren, schlug fehl. Letztendlich nahm der gestaltwandelnde Morgus in seiner Opferbereitschaft Farnathias Aussehen an, sodass der Parasit auf ihn überwechselte und mit ihm desintegriert werden konnte. Anschließend bekam Atlan Kontakt zu seinem Lehrmeister Fartuloon nebst Freunden, die beim Asteroiden eintrafen. Nach einer Begegnung der Piraten mit den fremdartigen Grauzayna wechselten diese freiwillig in eine andere Daseinsebene über und hinterließen dem Kristallprinzen 33 Talama – büchsenartige Objekte mit begehrten Inhalten, die dann auf Jacinther IV zum Verkauf angeboten wurden. Einige Zeit darauf kehrte die von Atlans Gruppe gekaperte CAISED mit dem Orbanaschol-treuen Ökonomen Freemush zum Schloss zurück. Sheeron erhielt den Kreuzer sowie eine verfolgende und nun gestrandete Robotflotte als Beute, während der Kristallprinz und seine Gefährten samt Freemush ihre Wege gingen.
  2025 n.Chr. tauchten in der Barriere nach über einer Million Jahren die Cyén auf, um ihre alten Machtbestrebungen und die Verbreitung der fundamentalistischen Reinen Lehre wieder aufzunehmen. Der Andooz Jahaq Garr an Bord des havarierten Springer-Schiffs AZTU VI wurde dabei ihr erstes Opfer, den sie aus einem Hypersturm retteten und zu einem glaubenstreuen Tekteroni machten.
  Am 4. Mai 2048 verschwand die Sogmanton-Barriere während des Höhepunkts der Tekteronii-Krise (Explosion des benachbarten Vhalon-Neutronenstern-Oktaeders im Spinnennebel) spurlos aus dem Einsteinraum! In seinem Einzugsbereich erschienen stattdessen neue Sterne.
[ATLAN 122, 124, 126, 128, 134, 224, ATLAN-HC 14 - 16, 19, ATLAN-Extra]

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