Sarende

Spektralklasse: M ("blassrote Sonne")

1 Planet
Entfernung zu Sol: 23.891 Lichtjahre
Entfernung zu Arkon: 24.903 Lichtjahre
Entfernung zum Galaktischen Zentrum: 12.261 Lichtjahre

Vor rund 1,072 Millionen Jahren befand sich nahe des Sarende-Systems mit seinen vorherrschenden Hyperraum-Schnittlinien und Dimensionsverschiebungen der im All treibende und mondgroße Planetoid Mooshar – einst die Zentralfestung des Vhalon-Neutronenstern-Oktaeders. In einem Kernhohlraum waren die drei Sternjuwelen (STERNRUBIN, STERNSMARAGD und STERNSAPHIR) als mächtige Hyperenergiespender gesichert untergebracht. Der Planetoid selbst war von unkontrollierten Auswüchsen der Vrisha-Korallen bedeckt, die sich aus mutierten Raumwürmern (früher organische Raumschiffe) gebildet hatten und nun die Juwelenenergien anzapften. Aus den Korallenstöcken wiederum hatte sich die Vrisha-Kollektivintelligenz entwickelt – von immer wieder mal auftauchenden Glückrittern, Forschern und anderen Besuchern als "lebendes Archiv" bezeichnet, welches weise Orakelsprüche sowie Zukunftsvisionen als Attraktionen darbot. Unterdessen versuchten sowohl Petronier wie auch Cyén Mooshars alte Festungsanlagen zu reaktivieren oder die Macht der Sternjuwelen für sich zu gewinnen. Die führenden Cyén-Kriegerfürsten an Bord der KOAH-SHARA machten sogar heimlich den Versuch, diese Energieträger zu stehlen. Beim Anschluss an das Schiffssystem kam es zu einer unvorhergesehenen Abwehrreaktion: STERNRUBIN und STERNSMARAGD entkamen der Manipulation und kehrten nach Mooshar zurück, während STERNSAPHIR die gesamte KOAH-SHARA in eine vom Standarduniversum separierte Hypervakuole versetzte und dort durch einen Zeitdilatationseffekt für eine Million Jahre gefangenhielt. Die Zentralfestung geriet bei dieser Aktion außer Kontrolle und stürzte auf Zhygor ab.
[ATLAN-HC 14 - 16]

Hauptwelt: Zhygor (II)

innerhalb der Ökosphäre (zu heiß) in der Ökosphäre (Leben möglich) außerhalb der Ökosphäre (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken entsprechen Atmosphärenzusammensetzung.

1. Zhygor (II)
Mittlerer Abstand zur Sonne:
195 Mio. km
Äquator- durchmesser:
13.058 km
Umlaufzeit:
480 Tage
Rotations- zeit:
26 h 30 min
Achsen- neigung:
1,8°
Mittl. Tages- temperatur:
gering
Schwer- kraft:
0,94 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff, durch Staub und Asche verunreinigt
Oberfläche: Normalwelt mit drei Kontinenten (Muo, Tla, Yrgaa) und vielen Großinseln; starke geotektonische und hyperorientierte Aktivitäten mit sehr großer Vulkanaktivität, Grabenbrüchen und Magmaergüssen – von Gijahthrakos und Dagor-Meistern (Laktroten) mühsam gebändigt
Bewohner: rochenförmige Kooann, Zhygorer (Arkon-Kolonisten)
Hauptstadt: Tatalal ("Stadt der tausend Wunder")
Regierung & Politik: Teil des Imperiums der Arkoniden
techn. Anlagen: im 21. Jahrhundert Orbitalstationen für die Freihandelszone,
Wirtschaft: im 21. Jahrhundert Freihandelswelt des Tai Ark'Tussan (Großes Arkon-Imperium) – Handelszone nur im Planetenorbit
Geschichte: Der Planet wurde in Abständen von einer Reihe "Phantomwelten" begleitet, die in Folge exotischer Hyperraum-Schnittlinien und Dimensionsverschiebungen plötzlich erschienen und wieder verschwanden. Vor rund 1,072 Millionen Jahren stürzte der außer Kontrolle geratene Planetoid Mooshar mit den zwei Sternjuwelen STERNSMARAGD und STERNRUBIN als mächtige Hyperenergiespender auf Zhygor ab und bohrte sich tief in die planetare Kruste.
  Zu Beginn des Tai Ark'Tussan bzw. 18.264 v.Chr. war der Planet über den Nebeldom erstmals die Kontaktstelle der Arkoniden und ihres Imperators Ragnaari I. zur Superintelligenz ES. Der Herrscher von Gos'Ranton (Arkon I) erhielt von dem Geistwesen zudem eine lebensverlängernde Zelldusche – ebenso sein entfernter Nachfolger Barkam I. um 15.700 v.Chr., als dieser im Anschluss an die Archaischen Perioden mit ihren starken Hyperstürmen den verlorengegangenen Kontakt wiederherstellte. Später folgte mit Hozarius I. ein weiterer langlebiger Imperator, bevor 13.626 v.Chr. Nardonn I. diese Kette unterbrach. Nachdem der Planet lange Zeit erneut in Vergessenheit geraten war, wurde er 1456 n.Chr. zu einem Dagor-Zentrum (Harmonie von Körper und Geist), wo der gegründete Kristallorden unter der Leitung der kristallartigen Gijahthrakos freiwillig einen ständigen Kampf mit der ungebändigten Natur führte. Ab 1997 war Zhygor offiziell eine Freihandelswelt. Der Planet war durch ein spezielles Tabufeld der Gijahthrakos geschützt, dessen Energien über die Sonne gespeist wurden. Für den An- und Abflug stand innerhalb der Dimensionsverschiebungen nur ein verschließbarer Korridor zur Verfügung.
  Am 5. März 2045 besuchte Imperator Gonozal VIII. (Atlan) den Nebeldom, um mit ES über die "Erwachenden Legenden" und das Unternehmen zur Tai Zhy Fam (Große Feuermutter) zu sprechen. Im Februar 2048 tauchten verstärkt die energetischen Lichtelfen bzw. Biin-Goorl auf dem Planeten auf und verhielten sich gegenüber Atlan und der Mutantin Tatjana Michalowna sehr aggressiv. Am 7. April, bei Annäherung des vom Ersten Cyén Ak'iakaton gesteuerten Sonnenkillers Xymondhoria, löste sich Mooshar als Folgereaktion aus der Kruste und verursachte einen derart starken tektonischen Aufruhr, dass Zhygor bis zum 4. Mai evakuiert werden musste. Der Planetoid schwebte zunächst im Orbit, bevor er schließlich Fahrt aufnahm und verschwand. Nachdem der aufgewühlte Planet nicht mehr zu retten war und zerrissen wurde, entstand mit der Phantomwelt Zhygor II ein exaktes und stabilisiertes Ebenbild des Originals – nur ohne Nebeldom. Die vom Einfluss der Cyén befreiten Lichtelfen sollten den Planeten alle zwei Jahre beruhigen und ihre aufgestauten Kräfte kanalisieren, indem sie diese in einer Hypervakuole zur Entladung brachten. Nebenbei begann die Neubesiedlung von Zhygor – deren Bewohner sorgten dafür, dass die Energiewesen dann wieder zu ihrem Ursprung nach Mirkandol zurückkehrten.
sonstiges: Der arkonidische Name Zhygor lässt sich mit "Kampf ums Licht" übersetzen.
[ATLAN-HC 14 - 16, PR 2039]

zur Sternenkarte