Pahl

Spektralklasse: M ("rote Sonne")

11 Planeten
Entfernung zu Sol: 71.429 Lichtjahre
Entfernung zu Arkon: 65.824 Lichtjahre
Entfernung zu Verth: 6.454 Lichtjahre
Entfernung zu M 70: 13.500 Lichtjahre

Hauptwelt: Apas

innerhalb der Ökosphäre (zu heiß) in der Ökosphäre (Leben möglich) außerhalb der Ökosphäre (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken entsprechen Atmosphärenzusammensetzung.

4. Apas
  Äquator- durchmesser:
13.112 km
  Rotations- zeit:
28,9 h
  Mittl. Tages- temperatur:
+26 °C
Schwer- kraft:
1,07 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff
Oberfläche: Normalwelt mit zahlreichen Großstädten, Raumhäfen und Industrieanlagen
Bewohner: Apasos-Blues (2327: 7 Mrd. Einwohner)
Hauptstadt: Puhit
Geschichte: Apas ist eine der ältesten Siedlungswelten der Blues (Jülziish) und wurde ca. 6500 v.Chr. erstmals von Gataser-Kolonisten betreten, bevor diese für unbestimmte Zeit zivilisatorisch stark zurückfielen. Später gründeten sie in einer erneuten Auswanderungswelle eigene Kolonien in der Eastside, mussten aber gegenüber der Vorherrschaft der Ursprungswelt Gatas in allen Bereichen immer wieder zurückstecken. Um 1500 n.Chr. versuchten die Apasos neben den Gatasern eine eigene Molkexverarbeitung für die Ummantelung ihrer Raumschiffe einzuleiten, indem sie einige Schreckwürmer vor dem Brudervolk auf unerschlossenen Planeten in der Westside versteckten. Die abgelegten und präparierten Eier der Raupenwesen sollten dann nach der notwendigen Reifezeit mittels Hypersignalgeber schlagartig zum Schlüpfen der Hornschrecken angeregt werden. Ein extra dafür gebauter Gravitationsenergetischer Stoßfrontgenerator wurde heimlich auf Eysal installiert und dann später von den Apasos vergessen. Als am 4. August 2326 das Gerät dort zufällig aktiviert wurde, waren die Gataser beim Abernten der aus den Hornschrecken entstandenen Molkex-Massen schneller. Am 4. März 2327 landete ein terranisches Einsatzkommando, bestehend u.a. aus Tako Kakuta und Fellmer Lloyd, getarnt auf Apas, um mehr über die Blues und ihr Sternenimperium zu erfahren. Dabei nahmen sie Verbindung zu einer geheimen Widerstandsbewegung auf, die vor Ort gegen die weitreichende Einflussnahme der Mutterwelt operierte. Sie gerieten dennoch in die Gewalt der gatasischen Geheimpolizei, konnten aber Tage später mit wichtigen astronomischen Daten vom Planeten fliehen.
  Nach dem Ende der gatasischen Vormachtstellung in der Eastside gründeten die Apasos ab 2329 ein eigenes Sternenreich. Gleichzeitig lieferten sich die einzelnen Blues-Völker, deren Fruchtbarkeitsrate sehr hoch war, fortan untereinander erbitterte Kämpfe um bewohnbare Planeten. Die Akonen profitierten davon, indem sie die einzelnen Kriegsparteien mit Waffen versorgten. Ungefähr zu Ende des 33. Jahrhunderts grassierte bei den Apasos eine schlimme Seuche, die dann von den Medizinern auf Tahun erfolgreich behandelt wurde. Während der Schwarm-Krise und der galaxisweiten Verdummung 3440 bis 3443 trat zwangsläufig eine Waffenruhe ein, da es keine Blues mehr gab, die intelligent genug für weitere Auseinandersetzungen waren. Die Laren vom Konzil der Sieben beendeten im März 3459 die internen Kriege der Völkerfamilien, indem sie in einem Präventivschlag zigtausende Raumschiffe der Jülziish mit ihren Besatzungen vernichteten und so ihre Regierungen zum dauerhaften Waffenstillstand zwangen. Im Dezember 3580 waren die Blues – jedoch ohne das Teilvolk der Apasos – an der Gründung der Galaktischen Völkerwürde-Koalition (GAVÖK) beteiligt, die später zum Galaktikum wurde. Am 11. September 3587 wurde Apas während eines Weltraumbebens schwer verwüstet. Gleichzeitig fiel die mit synthetischem Molkex ausgestattete neue Raumflotte dieses Blues-Volkes bei Tahun der Molkexpresse komplett zum Opfer.
  Apas wurde bis zum 5. Jahrhundert NGZ zur reinen Wohnwelt umgestaltet, indem man sämtliche Industriekomplexe auf benachbarte Planeten auslagerte. Der Dekalog der Elemente unter der Leitung der Zeroträumers Kazzenkatt verübte im August 427 NGZ (4014) in der Eastside (u.a. auch auf Apas) mehrere Attacken, um von einer geplanten Großoffensive abzulenken. Am 30. November 428 NGZ (4015) sorgte die Aktivierung des 4. Chronofossils Gatas auch bei den Apasos für einen Evolutionsschub und die Entwicklung von Emotionen. 430 NGZ (4017) traten sie verspätet dem Galaktikum bei. Ende Juni 446 NGZ (4033) tauchten auf Apas und anderen Blues-Welten für einige Monate die Verlorenen Geschenke der Hesperiden – ein "Wunder" aus der Mächtigkeitsballung ESTARTU – auf, die mittels psionischer Strahlung aus den Jülziish wieder gefühlskalte und aggressive Wesen machten. Die Nakken neutralisierten Ende November diesen Effekt und entfernten die nun wirkungslosen Hesperiden-Geschenke. In der anschließenden Monos-Ära isolierten sich alle Brudervölker zusehends voneinander, wobei deren Bevölkerungszahlen deutlich zurückgingen. Bis ins 12. Jahrhundert NGZ hinein entstanden auch auf Apas von den Cantaro genmanipulierte Blues-Klone.
  Ab 1230 NGZ (4817) waren die Apasos über einen längeren Zeitraum hinweg ein Mitgliedsvolk im Forum Raglund – einem lockeren Bündnis politisch unabhängiger Staaten sowie Gegengewicht zum Gos'Tussan (Kristallimperium) und zur Liga Freier Terraner (LFT). Ende Juli 1289 NGZ (4876) geriet der Planet in den Bann eines Goedda-Philosophen. Das unter seinen Bewohnern ausgelöste Kritzelsyndrom diente später zum Aufbau und zur Stabilisierung eines Brutkosmos der Großen Mutter Goedda, die sich von den Mentalenergien der ortsansässigen Lebewesen ernährte. Die entstandene Hyperraumblase mit einer zunächst Kleinen Mutter konnte Mitte August von den Galaktikern vernichtet werden.
  Zu Beginn des 14. Jahrhunderts NGZ umfasste der Einflussbereich des Apasos etwa 800 in der Eastside verstreute Welten. Nach einer Geheimkonferenz aller bedeutender Blues-Nationen auf Santanz im September 1303 NGZ (4890) brachte der psibegabte Morkhero Seelenquell auch die anwesenden Regierungsvertreter von Apas mental unter seine Kontrolle und schickte sie als seine "Hände" zurück auf ihre Welt. Erst Ende Mai 1304 NGZ (4891) konnten die Betroffenen mit Hilfe der Neuen United Stars Organisation (USO) und durch das Psi-Isolations-Fluid vom unheilvollen Einfluss befreit werden.
  Nach der Erhöhung der Hyperimpedanz im September 1331 NGZ (4918) brachen unter den Blues-Völkern heftige Kriege um die Khalumvatt-Hyperkristallvorräte aus, wobei Bündnisse schnell geschlossen und wieder gebrochen wurden. 1340 NGZ (4927) infizierten die Medo-Nomaden den Planeten mit dem Ara-Toxin und setzten ihn so der todbringenden Nekrogenesis aus. Durch das Gegenmittel des geläuterten Meisters der Insel Aset-Radol (Faktor VI) konnte später die Umwandlung von Apas in einen Moby verhindert werden. Am 1. November 1344 NGZ (4931) enttarnte sich das in einem Dunkelfeld verborgene Kolonnen-Fort TRAICOON 0356 über Apas und nahm das Pahl-System für die Terminale Kolonne TRAITOR in Besitz. Das Sonnensystem und seine Ressourcen konnten nun von den Chaosmächten ausgebeutet werden. Nach dem Ende des Chaopressors (Heerführers) KOLTOROC zogen sich alle Kolonnen-Einheiten im Dezember 1347 NGZ (4934) aus der Milchstraße zurück, da sie vor Ort keinen Auftrag mehr besaßen. Bis 1469 NGZ (5056) wuchs der vergrößerte Einflussbereich der Apasos auf rund 2.000 bis 2.500 Planeten an.
  Am 23. September 1518 NGZ (5105) wurde Apas von den Sterngewerken der kriegerischen Tiuphoren angegriffen, die von den Blues nur nach großen Verlusten aus dem Pahl-System vertrieben werden konnten. Die Hauptstadt Puhit erlitt während der Kämpfe schwere Verwüstungen. Am 12. Oktober war Apas eine von zehn Welten in der Galaxis, die zeitgleich von jeweils rund 2.500 Sterngewerken in einer Machtdemonstration attackiert wurden ("Fall Janus"). Unterdessen befielen tiuphorische Indoktrinatoren sämtliche Einheiten der Verteidiger, die sich nun hilflos gegenseitig beschossen und vernichteten. Die Verlustrate betrug dabei über 10.000 Schiffe, während die Angreifer unangefochten den Hauptplaneten erreichten und ihn verwüsteten. Allerdings fingen die Tiuphoren unter den Besiegten keine Bewusstseine für ihre Sextadim-Banner ein, sondern sie zogen sich danach wieder komplett aus dem Sonnensystem zurück.
[PR 156, 166, 167, 200, 230, 519, 654, 725, 1192, 1233, 1309, 1335, 1344, 1438, 1800, 1866, 1869, 2010, 2036, 2096, 2325, 2499, 2631, 2859, 2868, PR-TB Ara-Toxin 2, 6]
6. Kohnla
  Äquator- durchmesser:
7.210 km
Umlauf- & Rotationszeit:
(Einseitendreher)
  Schwer- kraft:
0,77 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff (sehr dünn)
Oberfläche: Ödwelt; auf der Tagseite glühende Hitze, auf der Nachtseite Eiseskälte; starke Vulkan- und Erdbebenaktivitäten; mikrobische Fauna und wenig Flora
Bewohner: keine
techn. Anlagen: Stützpunkt der Apasos
Geschichte: Kohnla diente der KOPENHAGEN Anfang März 2327 als Versteck, während ein terranisches Einsatzkommando auf Apas landete. Im 5. Jahrhundert NGZ wurde auf dem unwirtlichen Planeten das Überlebenstraining für angehende Blues-Raumfahrer praktiziert. Zugleich existierte eine Transmitterverbindung zur Apasos-Hauptwelt. Im Oktober 446 NGZ (4033) erschienen Raumschiffe von "Schatzsuchern" (Vertreter von Nicht-Blues-Völkern) auch auf Kohnla, da sie von den aufgetauchten Verlorenen Geschenken der Hesperiden – ein "Wunder" aus der Mächtigkeitsballung ESTARTU – vernommen hatten. Kurz darauf brachte Guy Nelson mit der HER BRITANNIC MAJESTY (H.B.M.) ein Einsatzteam mit Julian Tifflor und Gucky getarnt als Schatzsucher zur Ödwelt, welches dort über einen terranischen Geheimtransmitter nach Gatas überwechselte. Ende des 13. Jahrhunderts NGZ betrieben die Apasos auf Kohnla ein geheimes Forschungslabor, um dort die "Goldene Technik" aller Blues-Völker mitzuentwickeln.
[PR 167, 1335, 1336, 2036]

zur Sternenkarte

nach oben