Kesnar

Spektralklasse: G ("gelbe Sonne")

Kugelsternhaufen Thantur-Lok (M 13)
7 Planeten
Entfernung zu Sol: 34.012 Lichtjahre
Entfernung zu Arkon: 38,07 Lichtjahre

Hauptwelt: Aralon

innerhalb habitabler Zone (zu heiß) habitable Zone (Leben möglich) außerhalb habitabler Zone (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken symbolisieren die Atmosphäre.

4. Aralon
Mittlerer Abstand zur Sonne:
163,9 Mio. km
Äquator- durchmesser:
12.518 km
Umlaufzeit:
380 Tage
Rotations- zeit:
23 h 45 min
  Schwer- kraft:
1,08 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff (von künstlich gezüchteten Mikroorganismen keimfrei gehalten)
Oberfläche: erdähnliche und parkartig gestaltete Normalwelt mit acht kleineren Kontinenten (u.a. Ara'moas, Doun, Rotrom) und mehr als 7.000 Meter hohen Berggipfeln
Bewohner: Zentralwelt der Aras, auch Galaktische Mediziner genannt (Arkoniden-Abkömmlinge – direkt von den Springern bzw. Mehandor abstammend)
Hauptstadt: früher vermutlich Pasch
Regierung & Politik: von Suhyags (Großclans) dominierte Gesellschaft, oberste Instanz ist der Medizinische Rat von Aralon unter der Leitung des Lordmedikers; Außenpolitik bestimmt das arkonidische Imperium
techn. Anlagen: im 14./15. Jahrhundert NGZ Treib-Inseln – künstliche auf dem Ozean schwimmende Habitate, wo nur sehr wohlhabende Patienten von Mantar-Heilern, den fähigsten Ara-Medizinern, behandelt wurden
Wirtschaft: Klinikwelt des arkonidischen Imperiums mit vielen unterirdischen Behandlungszentren (bedingt durch die Sonnenstrahlung), Umschlagplatz von Medikamenten und Drogen
Geschichte: Um 3500 v.Chr. wurden die in Raumschiffen umherziehenden Clan-Vorfahren der Aras auf Aralon sesshaft und erbauten dort das Haupt-Klinikzentrum des Tai Ark'Tussan (Großes Arkon-Imperium). Dabei waren die Galaktischen Mediziner staatsrechtlich von jeglicher Steuer- und Abgabenlast seitens des Imperiums befreit, mussten aber im Gegenzug allen Arkoniden von Gos'Ranton (Arkon I) die freie Individualbehandlung garantieren. Mit ihren besonderen Begabungen und ihrem Forscherdrang konnten die Aras Krankheiten und ganze Seuchen heilen – aber auch ebensolche auslösen, da sie sich keinerlei ethischen Normen unterwarfen. Hinzu kamen fragwürdige Gen-Experimente und synthetische Biozüchtungen. Ungefähr im 10. Jahrhundert v.Chr. wirkte das medizinische Genie Ostiam Meharro, meist nur Mo genannt, auf Aralon, bevor er beim Selbstversuch mit einem Unsterblichkeitsserum offiziell ums Leben kam. Hinter dieser Identität steckte in Wahrheit der Meister der Insel Aset-Radol (Faktor VI), der anschließend untertauchte und an einer Waffe namens "Projekt Ara-Toxin" arbeitete. Seine nicht eingeweihten Anhänger von der so genannten MO-Eskorte, darunter der unsterblich gewordene Trantipon, wurden mental gezwungen, diese Forschungen zu unterstützen.
  Im Oktober 1984 konnte Perry Rhodan nach seiner Ankunft mit der TITAN einige führende Aras als Urheber eines geplanten Umsturzes (Einsatz der Mooffs) im Imperium entlarven und zudem mit Guckys Hilfe ein Gegenmittel für die Nonus-Pest (Hyper-Euphorie) erbeuten. Schließlich brachte der Terraner die Mediziner, nachdem diese die Kampfeinheiten der Überschweren als Unterstützung herbeigerufen hatten, dank der Präsenz einer ihm unterstellten Flotte des Robotregenten zur Räson. Im Juli 2044 planten die Springer zusammen mit den Aras die Entmachtung des neuen Imperators Gonozal VIII. (Atlan), bevor die Revolte niedergeschlagen werden konnte. Ab ca. 2073 förderten die Antis das Talent von Dr. Edmond Hugher alias Thomas Cardif, der neun Jahre lang auf der Klinikwelt ein Medizinstudium belegte. Im April 2326 landete der Terraner Hendrik Vouner mit der KÖTARK ungewollt auf Aralon und wurde wegen seines zuvor gefundenen Zellaktivators von den Aras gejagt. Nach mehrtägiger Hatz über den Planeten erreichte er den lokalen Stützpunkt des Vereinten Imperiums, wo er das lebensverlängernde Gerät freiwillig an den eingetroffenen Rhodan übergab. Im Frühjahr 2328 forschten Wissenschaftler unter Tyll Leyden vor Ort an einer Möglichkeit, die mineralisch-organische Molkexpanzerung der Blues-Schiffe zu überwinden. Nach einiger Zeit konnte ein Durchbruch erzielt werden, infolgedessen die nötigen Anti-Molkex-Bomben in Serie gingen.
  Im November 2436 konnte der Ara und Musiksammler Faro Den den Terranern nach einem galaxisweiten Aufruf als Einziger helfen, die "Stimmen aus der Vergangenheit" an Bord des Riesenroboters OLD MAN zu identifizieren. Ende 2442 musste Atlan als USO-Lordadmiral persönlichen Druck auf die Ratsmitglieder ausüben, damit die Mediker freiwillig dabei mithalfen, die Hintermänner der von der Verbrecherorganisation CONDOS VASAC entwickelten Stigmaviren zu offenbaren. Im Dezember 3580 waren die Aras an der Gründung der Galaktischen Völkerwürde-Koalition (GAVÖK) beteiligt, die später zum Galaktikum wurde. Im Sommer 3587 wurde Aralon kurzzeitig von den Keilraumschiffen der Orbiter abgeriegelt, während man dort nach den Ursachen des Bebenkrebses forschte.
  Ende Oktober 425 NGZ (4012) entwendeten Gucky und Clifton Callamon in den Masken von UFOnauten Lostor-Jygo-Zort, einem Vertreter der Porleyter auf Aralon, einen Kardec-Schild. Mit der SODOM gelang ihnen anschließend die Flucht. Im Februar 446 NGZ (4033) traf ein Vironauten-Team unter Bonifazio Slutch auf der Klinikwelt ein, um im Auftrag der Group Organic Independence (GOI) eine Ladung Paratau zu schmuggeln – der Springer Mossek ban Osfar alias Captain Ahab (alias Ex-Sotho Tal Ker) sollte diesen Transport mit der OSFAR I übernehmen. Im 12. Jahrhundert NGZ (Monos-Ära) war Aralon die Hauptwelt für Gen-Experimente zur Klon-Produktion der Cantaro geworden. Die Aras selbst bestanden in dieser Zeit zum größten Teil aus Klonen – 1144 NGZ (4731) waren nur noch 30% der Bevölkerung auf natürliche Weise geboren worden, da man den höchsten Grad der "Vollkommenheit" anstrebte und gewünschte Mediker-Begabungen kontrolliert heranzüchten wollte.
  Vom 3. August 1200 NGZ (4787) bis 31. Juli 1201 NGZ (4788) befanden sich das Kesnar-System sowie die übrigen Welten des Kugelsternhaufens Thantur-Lok (M 13) im Bereich der Toten Zone 2, in der jegliche Hypertechnik versagte. Kurz danach befand sich Atlans Sicherheitsbeauftragte Gherada Ipharsyn auf Aralon in Behandlung, die das Manipulationsopfer des akonischen Geheimdienstes geworden war: Das Gehirn der Arkonidin wurde vom Bewusstsein des Agenten Dolphor Krelyn infiltriert, der in ihren Schlafphasen und mit ihrem Körper seinen Tätigkeiten nachgehen sollte. Der skrupellose Ara Oldquor wollte dieses Übernahmeverfahren für seine eigenen Zwecke nutzen, wurde aber durch ein von Krelyns Geist beseeltes Monstrum getötet, während Ipharsyn überlebte. Dem Ansturm von Imprint-Süchtigen im Frühjahr 1218 NGZ (4805) waren die Mediziner nicht gewachsen – zumal es keine bekannte Möglichkeit zur Therapie gab. Ab 1230 NGZ (4817) waren die Aras zunächst ein Mitgliedsvolk im Forum Raglund – einem lockeren Bündnis politisch unabhängiger Staaten sowie Gegengewicht zum Gos'Tussan (Kristallimperium) und zur Liga Freier Terraner (LFT). Sie gerieten aber rasch in die Abhängigkeit des wiedererstarkten arkonidischen Imperiums.
  Im November 1303 NGZ (4890) förderte der geniale Mediker Zheobitt seinen beruflichen Aufstieg, indem er sich fortan um die vom Tode bedrohten Monochrom-Mutanten auf Terra kümmerte. Die Erhöhung der Hyperimpedanz 1331 NGZ (4918) verlangte auch von den Aras eine Umstellung ihrer medizinischen Syntron-Ausstattung auf positronische "Alttechnik". Am 5. Juni 1340 NGZ (4927) erreichten Rhodan und Julian Tifflor unfreiwillig mit der KAMMARA sowie der Ara-Attentäterin Einundsiebzig alias Zhanauta Filgris Aralon, wo sie auf die Spur des "Projekts Ara-Toxin" kamen. Leiter dieses geheimen Unternehmens war der zurückgekehrte Trantipon aus dem Zweigvolk der Medo-Nomaden, die sich während der Monos-Ära außerhalb der Milchstraße aufgehalten hatten. Offenbar hatte er ohne das Wissen der Galaktischen Mediziner viele (jedoch keine arkonidischen) Welten mit dem Toxikum geimpft, das wie ein biologischer Kampfstoff Pflanzen und Lebewesen zersetzen und diese zusammen mit dem Planeten in eine schwarze Schlackekugel transformieren sollte. Lordmediker Oclu-Gnas distanzierte sich am 7. Juni von dem Vorwurf, dass die Aras diesen Plan unterstützten, um sich für ein Gegenmittel teuer bezahlen zu lassen. Er überließ Rhodan die CONNOYT, damit dieser den flüchtigen Trantipon verfolgen konnte. Am 25. September enttarnte der Terraner nach seiner Rückkehr den Mantar-Heiler Zheobitt als Auftraggeber von Einundsiebzig, die ihn auf das Ara-Toxin aufmerksam machte, ohne dass der Ara selbst in Erscheinung treten musste. Von November 1344 NGZ (4931) bis Dezember 1347 NGZ (4934) beherrschte ein Kolonnen-Fort der Terminalen Kolonne TRAITOR – eine Streitkraft der Chaosmächte – das Sonnensystem und seine Ressourcen.
  Am 12. Juni 1402 NGZ (4989) erreichte die ATLANTIS, deren Besatzung (u.a. Rhodan und Gucky) durch Narkosestrahlen bewusstlos war, ferngesteuert das Kesnar-System, wo ein arkonidisches Enterkommando unbemerkt die parabegabte Sahira Saedelaere von Bord entführte. Sie wurde zum Mantar-Heiler Aspartamin, der im Auftrag von Imperator Bostich I. sowie dessen Dunkle Befehle agierte und die Terranerin als Patientin von Tahun her kannte, nach Aralon gebracht. Danach verließ das Schiff im vorprogrammierten Kurs das Sonnensystem, um sich mit der Flotte der ARK-SUMMIA-Bewegung zu treffen. Gleichzeitig geriet auf dem Planeten ein Experiment des Aras Goloshir in einem 5-D-Labor zur künstlichen Schaffung von Parafähigkeiten außer Kontrolle, indem sich die Versuchspersonen gegenseitig umbrachten. Als der Mediker schuldbewusst flüchten wollte, wurde er unterwegs von Aspartamin kontaktiert, der das Speziallabor zur Untersuchung von Sahira benötigte. Goloshir erwirkte seine Anwesenheit bei der im Tiefschlaf befindlichen Patientin, die nach ihrem Erwachen über einen Kopfsensor des Aras telepathisch mit diesem intensiv kommunizierte. Der Mediker nahm Anteil an Sahiras "Verjüngungskrankheit" und entwickelte gleichzeitig eine tiefe Abneigung gegen den arroganten Aspartamin. Schließlich kam es zu einem Duell zwischen beiden, bei dem auch Viren und Pesterreger eingesetzt wurden und das Goloshir für sich entscheiden konnte. Nach dem Tod des Mantar-Heilers begab er sich mit Sahira an Bord eines Forschungsschiffs und verließ Aralon, um woanders eigene Untersuchungen an der medizinisch interessanten Terranerin durchzuführen. Er konnte von ihr dazu bewegt werden, sie zurück zur ATLANTIS zu bringen.
  Am 13. Juni erschien die Thronflotte ARK'IMPERION mit dem schwerverletzten Imperator im Sonnensystem, der unter enormen Sicherheitsvorkehrungen zur Behandlung auf den Planeten und der Treib-Insel Vits gebracht wurde. Erneut setzte sich Ronald Tekener auf die Spur von Bostich, indem er sich zusammen mit dem USO-Agenten Korrt Moody einem Krankheitserreger aussetzte und so mit der TIGA'ZHYM bis auf das abgesperrte Aralon durchkam. In ihren Rollen als reiche Patienten bekamen sie bald Kenntnis über den Aufenthaltsort des Imperators, bevor sie in erneuter Maske als Wachpersonal eines örtlichen Sicherheitsdienstes mit einem Gleiter nach Vits gelangten. Tekeners Ziel war es, Bostich dort zu entführen und so die ARK-SUMMIA-Bewegung, welche das arkonidische Imperium bedrohte und der der Herrscher nach dem Archaischen Impuls angehörte, zu schwächen. Zur selben Zeit erreichte auch der Kralasene Shallowain die Klinikwelt, der losgelöst den gleichen Plan wie der Smiler verfolgte. Mit Unterstützung der hiesigen Aracom-Geheimagentin Gyhalla-Maas kam er ebenfalls auf der Treib-Insel an, wo jedoch beide umgehend eine Schießerei mit der Leibgarde und dem Wachdienst des Imperators provozierten. Bostich, dessen Heilung rasch voranschritt, sollte nun nach dem Willen der bewachenden Kralasenen in Sicherheit gebracht werden. Als Tekener und Shallowain gleichzeitig den Medoraum stürmten, kidnappten sie gemeinsam Bostich und entkamen mit ihm per Gleiter von Vits. Moody und Gyhalla-Maas opferten ihre Leben beim gefechtsreichen Rückzug. Mit der TIGA'ZHYM nebst ins Koma versetzten Arkon-Herrscher gelang dem Terraner und dem Kralasenen die Flucht von Aralon.
  Am 12. Oktober 1518 NGZ (5105) war Aralon eine von zehn Welten in der Galaxis, die zeitgleich von jeweils rund 2.500 Sterngewerken der kriegerischen Tiuphoren in einer Machtdemonstration attackiert wurden ("Fall Janus"). Unterdessen befielen tiuphorische Indoktrinatoren die Computersysteme sämtlicher Einheiten der Verteidiger, die sich nun hilflos gegenseitig beschossen und vernichteten. Die Verlustrate betrug dabei über 10.000 Schiffe, während die Angreifer unangefochten den Hauptplaneten erreichten und ihn verwüsteten. Allerdings fingen die Tiuphoren unter den Besiegten keine Bewusstseine für ihre Sextadim-Banner ein, sondern sie zogen sich danach wieder komplett aus dem Sonnensystem zurück.
[PR 45, 90, 109, 154, 175, 176, 376, 725, 960, 1083, 1309, 1438, 1619, 1646, 1750, 1800, 2040, 2326, 2868, PR-Arkon 7, 8, PR-TB 369, 388, Ara-Toxin 2, 6, ATLAN-HC 14]

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