Rattley

Spektralklasse: K ("gelbrote Sonne"), Durchmesser: ca. 2,8 Mio. km

11 Planeten
Entfernung zu Sol: 81.076 Lichtjahre

Das Rattley-System befand sich in einem Raumsektor, der im 35. Jahrhundert von den Terranern "Zentrum Übernord, Alpha I bis III" genannt wurde.

Hauptwelt: Asporc

innerhalb der Ökosphäre (zu heiß) in der Ökosphäre (Leben möglich) außerhalb der Ökosphäre (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken entsprechen Atmosphärenzusammensetzung.

4. Asporc
  Äquator- durchmesser:
14.072 km
Umlaufzeit:
692 Tage
Rotations- zeit:
32,03 h
Achsen- neigung:
gering
Mittl. Tages- temperatur:
+37,33 °C
Schwer- kraft:
1,099 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff
Oberfläche: schwülwarme Normalwelt mit neun ausgedehnten Kontinenten und schmalen, teilweise verschlammten Meeren; üppige Vegetation, Luftfeuchtigkeit ca. 91%
Bewohner: Asporcos (früher Flugwesen – 3444: 6 Mrd. Einwohner)
Regierung & Politik: im 35. Jahrhundert Hohepriesterschaft, angeführt von den Vier Leuchtenden; im 16. Jahrhundert NGZ Zentralwelt der Asporco-Föderation – bestehend aus zwei Sonnensystemen
Geschichte: Ca. 46.500 v.Chr. stürzte ein mächtiges Trümmerstück des Planeten Pordypor (das in Wahrheit von den Paramags zu einem Raumschiff umgebaut worden war, Durchmesser: ca. 200 km) auf Asporc ab und bohrte sich tief in die Planetenkruste, ohne diese jedoch großflächig zu zerstören. Die Ureinwohner reagierten später auf den im Meteroiten verborgenen sowie fünfdimensional strahlenden Parabio-Emotionalen Wandelstoff (PEW-Metall) und fertigten aus diesem Material Kopfspangen an, die in ihrer religiösen Gesellschaft einen hohen Stellenwert bekamen. 3152 n.Chr. startete erstmals ein konventionelles Raumschiff der Asporcos mit Unterlichtantrieb, um die ersten Siedler ins benachbarte Bieytl-System zu bringen, welches 3264 schließlich erreicht wurde. Um 3374 brachen erneut Kolonisten mit einem weiterhin nur photonengesteuerten Generationenschiff ins All auf, das nach 70 Jahren Flugzeit noch immer nicht am Ziel angelangt war. Ab 3436 kam es zu einer Krise auf Asporc, als die acht Bewusstseine der 2909 "verstorbenen" Altmutanten (Tako Kakuta, Wuriu Sengu u.a.) geistig angeschlagen nach über 500 Jahren aus dem Hyperraum zurückkehrten. In Verbindung mit dem PEW-Metall brachten sie mittels ihrer Paragaben die Bewohner dieser Welt psychisch an den Rand des Wahnsinns. Allerdings bewirkte das Tragen der Spangen bei den Asporcos während der galaxisweiten Schwarm-Krise 3440 bis 3443 auch ein "Erwachen des Geistes" – eine Verdummung trat nicht auf.
  Im Februar 3444 zwangen die so genannten "Stimmen der Qual" 400 Asporc-Wissenschaftler, das vier Jahre zuvor gestrandete terranische Explorerschiff EX-887-VRT nach dem Tod der ursprünglichen Mannschaft zu starten, um nach Terra zu gelangen. Durch eine fehlgeleitete Abwehrautomatik wurden jedoch während des Fluges alle Anwesenden an Bord bis auf Heydrac Koat von Kampfrobotern getötet. Perry Rhodan, Atlan, Icho Tolot und die Mutanten sowie Koat flogen Mitte März mit der TIMOR den Planeten an, nachdem die zuvor ausgeschickte OSSATA verschollen bzw. durch Fremdbeeinflussung abgestürzt war. Die Besatzung der TIMOR geriet ebenfalls in den unkontrollierten parapsychischen Bann der geschädigten Altmutanten, machte Bekanntschaft mit dem PEW-Metall und musste schließlich im April überstürzt den Planeten verlassen, um der dauerhaften Beeinflussung zu entkommen. Dabei brachten die "Stimmen der Qual" Ribald Corello unter ihre Kontrolle und gelangten so zur Erde. Die Asporcos verfielen nach dem Verschwinden ihrer Peiniger in einen manischen und dauerhaften Erfindertrieb und mussten schließlich von den Terranern zwangsweise ernährt werden. Die Katastrophe vergrößerte sich noch, als der PEW-Meteroit am 14. Juni 3444 eigenständig startete und die geschundene Oberfläche Asporcs verließ. Auf Anweisung des mit der MARCO POLO zurückgekehrten Rhodans wurde vom Solaren Imperium eine riesige und kostenspielige Hilfsaktion für die Asporcos gestartet. Die Altmutanten – eingetroffen an Bord der UNTRAC-PAYT mit Atlan und Tolot – konnten ihren erschaffenen Astralkörper nicht mehr stabilisieren, übernahmen acht Asporcos und stahlen Unmengen an PEW-Spangen zum Überleben. Anfang Juli gerieten sie am orkangeschüttelten Magmasee, wo sich zuvor der Meteorit befand, in ein Antimaterie-Universum und konnten von Gucky, Dalaimoc Rorvic sowie Tatcher a Hainu gerettet und zur MARCO POLO gebracht werden. Das Schiff nahm am 7. Juli die Verfolgung des fliegenden Trümmerstücks auf.
  Von 432 bis 446 NGZ (4019 bis 4033) lebte die Kartanin Guang-Da-G'ahd als Beauftragte der "Stimme von Ardustaar" auf Asporc, deren Bewohner nur Flüge im eigenen Sonnensystem absolvierten. Schließlich nahm die kartanische Esperin im Frühsommer über Captain Ahab (alias Sotho Tal Ker) und Gucky Kontakt mit der Group Organic Independence (GOI) auf und konnte sogar den Elfahder und Jäger Windaji Kutisha austricksen, bevor alle Beteiligten mit dem Springer-Schiff OSFAR I den Planeten verließen. Ende 490 NGZ (4077) besuchte Ernst Ellert mit der Space-Jet HARNO Asporc, um dort eine versteckte Nachricht von Testare abzuholen, die Aufschlüsse über die verschwundene Gesil versprach. Im 12. Jahrhundert NGZ während der Monos-Ära befand sich das Rattley-System knapp außerhalb des Chronopuls-Walls, welcher die Milchstraße abschottete.
  Spätestens im 16. Jahrhundert NGZ beherrschten die Asporcos auch die interstellare Raumfahrt. Nachdem auf Tefor am 24. Februar 1517 NGZ (5104) die Ordo-Konferenz des Atopischen Tribunals (neues Ordnungs- und Rechtssystem, Aufteilung der Galaxis in Domänen und Subdomänen) begonnen hatte, befürworteten Ende März die Asporcos über ihren Abgesandten eine Zuweisung ihres kleinen Sternenreichs zur geplanten Domäne der Tefroder bzw. zum Neuen Tamanium.
[PR 570 - 589, 1334, 1475, 2770]

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