Madurant

(CM-SVII-125.127)

Spektralklasse: M

Kleingalaxie Canis Major
7 Planeten
Entfernung zu Sol: 23.228 Lichtjahre
Entfernung zu Prakur: 23.356 Lichtjahre
Entfernung zum Zentrum von Canis Major: 1.708 Lichtjahre

Die rote Sonne Madurant (60% der Sol-Masse) verbreitete ein düsteres Licht, da das Strahlungsmaximum im Infrarotbereich lag.

Hauptwelt: Thoo

innerhalb der Ökosphäre (zu heiß) in der Ökosphäre (Leben möglich) außerhalb der Ökosphäre (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken entsprechen Atmosphärenzusammensetzung.

2. Thoo
  Äquator- durchmesser:
13.449 km
  Rotations- zeit:
101 h
Achsen- neigung:
gering
  Schwer- kraft:
0,8 g

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff (Sauerstoffgehalt bei 34%)
Oberfläche: Normalwelt mit vierzehn Kontinenten, mehrheitlich Landflächen mit vielen Seen und Flüssen
Bewohner: keine (früher Ursprungswelt der infrarotsichtigen Thoogondu)
Hauptstadt: früher Thoodid
Regierung & Politik: vom 34. bis zum 29. Jahrtausend v.Chr. Bestandteil des (Ersten) Gondunats bzw. Goldenen Reiches
Geschichte: Das zunächst planetengebundene Volk der Thoogondu leitete 35.066 v.Chr. mit seinem ersten Raketenstart auf Thoo das Raumfahrtzeitalter ein. Nachdem sie ihre eigene Kleingalaxie erforscht hatten, brachen sie 33.680 v.Chr. ins benachbarte Poshcooris bzw. zur Milchstraße auf, wo in dieser Zeit ein Machtvakuum existierte. Schließlich gründeten die Thoogondu 33.490 v.Chr. ihr eigenes Sternenreich – das (Erste) Gondunat, auch Goldenes Reich genannt. Wenige Jahrhunderte später verlegten sie den aktuellen Regierungssitz von Thoo nach Ausca in Poshcooris, wo sie schließlich auf die Superintelligenz ES bzw. "den Wanderer" aufmerksam wurden.
  Mitte des 29. Jahrtausends v.Chr. entwickelte der gondische Medikus Khuulespiu auf Thoo die Re-Engrammatik – ein technisches Verfahren mittels Hooris-Kristallen, mit der die Erinnerungen von Lebewesen verändert, gelöscht und auch gespeichert werden konnten. Für diese Erfindung wurde er später in die geheime Gilde des Gondus aufgenommen, welche dem Herrscher direkt unterstellt war. Als sich in Poshcooris ein Haluter-Schiff in einen kriegerischen Akt der Thoogondu eingemischt hatte, nahmen diese ein überlebendes Besatzungsmitglied gefangen. Über die Re-Engrammatik erfuhr man zwar nichts über die Heimatwelt des Giganten namens Nor Efech, doch man stattete ihn mit falschen Erinnerungen aus und ließ ihn mit seinem aufgebrachten Schiff wieder frei. Der manipulierte Haluter warnte anschließend per Hyperfunk seine Artgenossen vor einer angeblich ansteckenden Krankheit in der Sternregion des Gondunats und beging dann programmgemäß Selbstmord. Somit hielten sich die Thoogondu weitere "Bestien" auf Distanz.
  Als Jahrzehnte später der Stellaringenieur Buutrondh den Gravitationssuspensor erfunden hatte, mit dem die Ausmaße von Sonnenprotuberanzen eingegrenzt werden konnten, kam der Wissenschaftler einem Komplott auf die Spur. Die Gilde plante einen gezielten Angriff auf die Superintelligenz ES, deren Verhältnis zum herrschsüchtigen Hilfsvolk sich deutlich verschlechtert hatte. Nachdem drei Planetenvölker heimlich durch die Re-Engrammatik mit falschen bzw. gondu-freundlichen Erinnerungen ausgestattet worden waren, zerstörte der zur Waffe umfunktionierte Gravitationssuspensor deren Zentralgestirne. Der Wanderer nahm Milliarden von angepassten Bewusstseinen der vom Tode bedrohten Völker rechtzeitig in sein Kollektiv auf – wobei die Gilde hoffte, bei genügender Anzahl irgendwann die Entität mental übernehmen und lenken zu können. Buutrondh wurde als unbequemer Mitwisser liquidiert, sodass der eingeweihte Khuulespiu sich genötigt sah, ES über die wahren Hintergründe zu informieren. Zudem stießen die Thoogondu in den "Untersagten Sternenkreis" vor – einen verbotenen Raumsektor, welcher zugleich Heimat des Sol-Systems war. 28.461 v.Chr. verkündete Niemandssohn, der Bote des Wanderers, aufgrund des Vertrauensverlustes das sofortige Ende des Bündnisses und des Gondunats sowie die Aufforderung, dass alle Thoogondu ihre angestammte Heimat in Cooris und Poshcooris zu verlassen hatten. Vor ihrem Exodus beseitigten sie auch auf Thoo jegliche Hinterlassenschaften und sonstige Spuren ihres bisherigen Daseins. Lediglich im Trümmerring wurden Holoprojektoren für eine großangelegte Planetenpräsentation auf Abruf installiert. Das so genannte Relais – ein pyramidenförmiger Ort auf Thoo, an dem ES sich früher öfters mental aufhielt – konnten die Thoogondu allerdings nicht zerstören, sodass sie es schließlich tief unter der Oberfläche verscharrten. Niemandssohn erschien auf dem Planeten und sorgte dafür, dass die Erinnerungen von Khuulespiu mit dessen Einwilligung im untergebrachten Hyperkristall des Relais gespeichert wurden. Damit blieben sowohl das Protokoll des Zerwürfnisses als auch der Hass des Medikus auf die für ihn ungerechte Superintelligenz der Nachwelt erhalten.
  Als Zehntausende von Jahren später eine terranische Explorerflotte die Zwerggalaxie erforschte, erhielt das augenscheinlich uninteressante Sonnensystem mit seinen Welten nur die Katalogbezeichnung CM-SVII-125.127. Erst am 8. November 1551 NGZ (5138), nachdem die Liga Freier Galaktiker (LFG) über den ES-Gehilfen Homunk auf die Ursprungswelt der Thoogondu aufmerksam wurde, erreichte vom siebten Planeten kommend der Dolan JASON den verlassenen Planeten. Ernst Ellert, der TLD-Agent Opiter Quint, Homunk sowie ein Expeditionsteam wollten dort nach Hinterlassenschaften der Superintelligenz ES suchen. Dabei stießen sie zunächst auf das alte Wrack eines halutischen Raumschiffs, dessen gestrandeter Insasse vor rund 5.000 Jahren von den raubtierähnlichen Trakkods getötet wurde. Eben diese Tiere trugen winzige Mengen an (der LFG bislang unbekannten) Hooris-Hyperkristallen in sich, in denen wiederum Gedankensplitter eingelagert waren und Tage später die Trakkods dazu brachten, speziell Homunk und den Dolan anzugreifen. Der USO-Agent und Pedotransferer Zau konnte diese Gedanken mental erfassen und darin Zorn sowie Rache erkennen. Das Team entdeckte einen im Gelände freistehenden Stab aus Hooris-Kristallen und zugleich Quelle sämtlicher empfangener Gedankensplitter, die alle von den Thoogondu stammten. Zau gelang es, eine im Stab "gespeicherte" gondische Wesenheit namens Monitor zu erwecken, welche dann überraschend die verborgenen Holoprojektoren im Trümmerring von Thoo aktivierte. Mit dem ganzen Planeten als 3-D-Projektionsfläche konnten die Galaktiker miterleben, wie die Hauptwelt des Gondunats früher mit ihren Bauten aussah, während Zau wichtige mentale Infos übermittelt bekam. Über diesen Stab wurden auch die kristallkonterminierten Trakkods gesteuert und zu rachsüchtigen Attacken auf alles angestachelt, was mit ES oder den Halutern zu tun hatte. Homunk machte das Team auf das vergrabene Relais aufmerksam, welches in der Projektion nicht mehr existierte. Dort war das Protokoll des Zerwürfnisses untergebracht, nach dem Quint und seine Gefährten suchen mussten. Mit Unterstützung der LFG-Flotte schachteten die Galaktiker am ermittelten Platz den Boden aus und stießen am 13. November in 21 Kilometern Tiefe auf ein Tor, hinter dem sich die gesuchte ES-Hinterlassenschaft bzw. das Relais befand. Über Ellerts Eiris-Amulett als Passierberechtigung konnte man das Innere betreten, bevor der Terraner zusammen mit Quint und Zau sich geistig in der gespeicherten Gedankenwelt des Thoogondu Khuulespiu wiederfand. Mit den geteilten Erinnerungen über das Zerwürfnis und dessen Hintergründe kehrte das Trio am 27. November an die Oberfläche zurück, um danach mit JASON den Planeten zu verlassen.
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Trümmerring aus Millionen von Steinbrocken in Äquatorhöhe (schnelle und gebundene Rotation), der sich in Zukunft zu einem Mond entwickeln könnte. Darin verborgen befanden sich viele gondische Holoprojektoren.
7. Schöller

Atmosphäre: nicht ermittelt
Oberfläche: Eiswelt
Geschichte: Der ferronische Frachter NEÈFOR mit Ernst Ellert, dem TLD-Agenten Opiter Quint, weiteren Expeditionsmitgliedern sowie Homunk erreichte am 8. November 1551 NGZ (5138) den Orbit von Madurant VII. Der ausgeschleuste Dolan JASON brachte die Gruppe anschließend zur Hauptwelt Thoo. Die Rückkehr und der Abflug fanden am 27. November statt.
sonstiges: Die Benennung der Eiswelt erfolgte durch Ernst Ellert aufgrund eines Scherzes bzw. seiner persönlichen Erinnerung an das 20. Jahrhundert alter Zeitrechnung.
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