Girom

Spektralklasse: A

Kugelsternhaufen Thantur-Lok (M 13)
27 Planeten
Entfernung zu Sol: 33.971 Lichtjahre
Entfernung zu Arkon: 53,26 Lichtjahre
Entfernung zu Voga: 56 Lichtjahre

Girom besaß die 2,5-fache Sol-Masse.

Hauptwelt: Girmomar

innerhalb der Ökosphäre (zu heiß) in der Ökosphäre (Leben möglich) außerhalb der Ökosphäre (zu kalt) Mond vernichtet oder verschwunden
Alle Zahlenangaben (Stunden, Jahre, Gravo usw.) in Terra-Norm. Farbbalken entsprechen Atmosphärenzusammensetzung.

7. Girmomar
  Äquator- durchmesser:
11.955 km
 

Atmosphäre: Sauerstoff-Stickstoff
Oberfläche: Normalwelt mit drei Kontinenten (Kiussal, Wikkao, Zergim)
Bewohner: Arkon-Kolonisten
Hauptstadt: Shernoss
Regierung & Politik: früher Teil des arkonidischen Imperiums, Mitte des 16. Jahrhunderts NGZ Zentralwelt der Kristallbaronie Girmomar; Staatsführung ist ein Duumvirat aus Khasurnbaron (vererbbarer Titel) und Wahlbaron (demokratisch gewählt)
Wirtschaft: Handelswelt, im 21. Jahrhundert viertgrößte Börse des Tai Ark'Tussan (Großes Arkon-Imperium) – ebenso im 14. Jahrhundert NGZ im Gos'Tussan (Kristallimperium)
Geschichte: Am 20. Februar 2048 entstand nahe Girmomar ein so genannter "Mond des Schreckens" – ein künstliches Gebilde aus einer gallertartigen Masse (Durchmesser: 430 km), die von den Tekteronii als Waffe gegen das Arkon-Imperium eingesetzt wurde. Einzelne Gallertblasen waren in der Lage, Lebewesen suggestiv zu beeinflussen und zu lenken. Diese fielen dann zu Zehntausenden wie Amokläufer über Unbeeinflusste her.
  Nachdem das arkonidische Imperium durch das Atopische Tribunal bis spätestens 1518 NGZ (5105) de facto aufhörte zu existieren und zugleich der tonangebende Girmomar-Khasurn vor Ort ausgestorben war, entwickelte sich auf dem Planeten als politisches Nachfolgesystem die Kristallbaronie Girmomar. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts NGZ hatte sie ihren Einflussbereich ausgedehnt und den Kugelsternhaufen zusammen mit der Kristallbaronie Tschirmayn größtenteils unter sich aufgeteilt.
  Anfang Juli 1551 NGZ (5138) entdeckte das hirngeschädigte Mehandor-Mädchen Kylldin in Shernoss ein unbedeutsam wirkendes Samenkorn, welches sich später als GESHOD-Spross herausstellte. In der Folgezeit wuchs die Größe des pflanzlich-organischen Gebildes jeden Tag um das Doppelte an. Während einer symbolträchtigen Feierlichkeit der beiden Kristallbarone am 20. Juli wurde die Öffentlichkeit auf den weiterhin wachsenden Spross aufmerksam, den die Regierung schließlich beschlagnahmte und untersuchte. Khasurnbaron Yergeo da Gnotor war über eine ähnliche Entwicklung auf Terra informiert und leitete nach einigen Abwägungen die Zerstörung des mittlerweile flugfähigen Objektes ein. Nach dem erfolglosen Einsatz von Energiestrahlen wurde am 26. Juli von der ehemalige Kralasenin Kiroan eine Vektorbombe am Spross gezündet. Dieser überstand das Attentat durch ein Hyperenergiefeld unbeschadet, während die Hauptstadt schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nachdem der Spross am 30. Juli seine endgültige Größe (ca. 5 x 3,5 km) erreicht hatte, verbreiteten die im Inneren aufgetauchten Gemeni unter Bhal Kharnaim aus der Galaxie Sashpanu (NGC 151) die Nachricht, dass sie im Auftrag der Superintelligenz GESHOD eine Schutzzone über die nun verwaiste Mächtigkeitsballung errichten wollten. Im Girom-System wurde dementsprechend das dritte Pacische Rhizom gepflanzt – damit war der Spross gemeint, der den Namen KYLLDIN erhalten hatte. Als Gastgeschenk versprach Kharnaim den Arkoniden verjüngende Zellduschen durch eine Art Physiotron. Später betonte er deren damalige Favoritenrolle als Hilfsvolk der Superintelligenz ES, bevor sie an die Terraner verloren ging.
  Am 1. August betrat da Gnotor zusammen mit der kranken Kylldin, der Obhüterin des Sprosses, und ihrer Großmutter Quendressa KYLLDIN, als zigtausende von weiteren Anwärtern angereist kamen – teilweise auch mit Raumschiffen von außerhalb, sodass ein Einflugverbot ins Sonnensystem festgelegt werden musste. Nach Anwendung eines Physiotrons war die alte Springer-Frau erfolgreich verjüngt, der Khasurnbaron erhielt zusätzlich seinen verlorengegangenen Extrasinn zurück, während bei Kylldin die Behinderung behoben wurde. Allerdings stellte da Gnotor nun fest, dass sein Logiksektor paranoide Züge entwickelte und den Gemeni eine Manipulation seiner Gedanken zutraute. Das Prozedere musste beim Baron wiederholt werden, als der Extrasinn seinen Träger geistig überrumpelte und gewalttätig werden ließ. Inzwischen war der lange untergetauchte Eximperator Bostich I. mit dem arkonidischen Flaggschiff GOS'TUSSAN II im Girom-System eingetroffen, der umgehend die örtlichen Einheiten seinem Oberbefehl unterstellte und einen Angriff auf den GESHOD-Spross plante, welchen er nebst den Gemeni als Bedrohung ansah. Der Doppelkhasurnraumer begann am 6. August mit dem Dauerfeuer auf die an der Ozeanküste schwebenden KYLLDIN, bis unter Beteiligung weiterer Schiffe sogar Fusionsbomben konzentriert zum Einsatz kamen. Als Abwehrwaffe setzten die Gemeni schließlich die Hyperfaust gegen einen Teil der Flotte ein. Eine fehlgeleitete Bombe der Arkoniden explodierte über dem Meer, woraufhin eine Flutwelle in Shernoss einfiel und Zerstörungen anrichtete. Der Großeinsatz wurde abgebrochen, während Bostich sich mit der GOS'TUSSAN II zurückzog – offenbar wollte er nur die Schlagkraft des Sprosses testen.
  Der Liga-Beauftragte Reginald Bull erreichte mit der RIBALD CORELLO am 10. November Girmomar, um dem Wahlbaron Segos Isirea auf einen erneuten und weniger drastischen Angriff einzustimmen. Dieser hatte in der Zwischenzeit erreicht, dass unzählige durch die Fusionsbomben strahlenerkrankte Arkoniden mit den Physiotronen auf der KYLLDIN behandelt und geheilt wurden. Auch der Eximperator, der zunehmend von halutischen Genen dominiert wurde, hielt sich auf dem Planeten auf. Er hatte durch seine "Artverwandtschaft" das Vertrauen der Haluter erwirkt, die immer mehr von einer tödlich verlaufenden Krankheit betroffen waren, welche Stasis-Syndrom genannt wurde. Die Riesen erhofften sich nun Heilung durch die Physiotrone des GESHOD-Sprosses. Bull und seine Gefährtin Toio Zindher begaben sich mit einer Space-Jet dorthin an Bord, um eine Evakuierung der arkonidischen Applikanten vorzubereiten. Die halutische PARAKATT unter Varub Ashed kontaktierte am nächsten Tag Kharnaim im Spross. Als der Gemen eine Behandlung der kranken Besatzung ablehnte, kam der von den Terranern entwickelte Impulsspiegler zum Einsatz, welcher die KYLLDIN und ihre Verteidigung beeinträchtigte. Sie floh von Girmomar per Teleportation ins All – gefolgt von der PARAKATT. Nachdem der Schutzschirm des organischen Raumschiffs zusammenbrach, schleusten sich 50 Haluter aus und brachen gewaltsam durch die Außenhülle ins Innere vor. Gemeinsam mit dem via Transmitter eingetroffenen Bostich als Initiator wollten die verzweifelten Giganten ein Physiotron stehlen – damit hatten Bull und Zindher nicht gerechnet. Die PARAKATT verging durch die Hyperfaust, während das eingedrungene Enterkommando von den Gemeni komplett abgeschlachtet wurde. Als nur noch der Eximperator, dessen Vitalaura sich stark verändert hatte, im Spross übrig war, erschien unvermittelt eine tefrodische Kriegsflotte mit ihrem Flaggschiff VOHRATA im Girom-System. 500 Robotkreuzer wurden von Maghan Vetris-Molaud ausgeschleust, um "Messungen" an der KYLLDIN vorzunehmen. Über eine Transmitterkette arbeitete sich unbemerkt und von Schiff zu Schiff ein tefrodisches Einsatzteam in Richtung Spross vor, welches die Flugobjekte nacheinander abschoss. Der anwesende Multimutant Assan-Assoul beeinflusste den Spross mit seiner Begabung als Para-Dysfaktor und trieb ihn am 12. November endgültig in die Flucht. Ein angebrachter Peilsender ermöglichte es den Tefrodern, KYLLDIN verfolgen und später angreifen zu können, ohne weiter im Herrschaftsbereich der Kristallbaronie agieren zu müssen. Die RIBALD CORELLO setzte sich wiederum auf die Fährte der entschwundenen VOHRATA.
  Der mysteröse Adam von Aures erreichte mit einer Alternativversion von Perry Rhodan an Bord der SARAH CONSTANT II am 14. November Girmomar, um den gealterten Terraner ohne Zellaktivator im Physiotron der KYLLDIN verjüngen zu lassen. Erst vor Ort erfuhren sie, welches Schicksal der Spross auf Sumurdh erlitten hatte, sodass beide sofort weiterreisten.
[ATLAN-HC 15, PR 2089, 2915 - 2930]
Monde: 1
1. Giri (im 21. Jahrhundert einem Ökoform-Prozess unterzogen und später von Arkon-Kolonisten besiedelt)
27. Mikol

Atmosphäre: keine
Oberfläche: Eiswelt

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